im Landkreisl Ludwigslust

Sie sind hier: » Home » Gruppenübersicht » Chronisch »   

Restless Legs Syndrom (unruhige Beine), Grabow

Treffen

nach Absprache

.

.

Kontake

KIBIS-Seite auf dieser Homepage

.

.

eMail

Verband

www.restless-legs.org

Die Gruppe schreibt:

Krankheitsmerkmale: Kribbeln, Jucken, Reißen, Brennen, Ziehen und Stechen in den Beinen, Schmerzen sind seltener. Die Beschwerden treten nur in ruhigen, entspannten Situationen auf und unterbrechen den Nachtschlaf. Nach längerem Sitzen oder Liegen entsteht ein starker Bewegungsdrang, der die Beschwerden vorübergehend lindert.

Das Restless Legs Syndrom ist eine neurologische Erkrankung, deren Ursachen noch nicht geklärt sind. Schlafstörungen, die beim schweren RLS auftreten sind für sie die schlimmste Folter. Folgen sind dann oft Depressionen und starke psychische Störungen, sowie Suizidversuche. Das RLS ist noch nicht heilbar.

Für Mitglieder: Beratung über Untersuchungsmethoden und Therapien, Kontaktvermittlung zu anderen Mitgliedern, Informationsveranstaltungen mit Fachärzten, persönliche Beratung, Notfallausweis, RLS-Ärzteliste, Mitgliederzeitschrift RLS-aktuell.

Weitere Aktivitäten: Sammeln von Spenden zur Unterstützung der Forschungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit

RÜCKBLICK

Einladung zur RLS-Mitgliedertreffen 2004 in Schwerin
30. April 2004 - HELIOS-Kliniken - 15 - 17 Uhr

Wir sind eine Gruppe, deren Mitglieder der Deutschen RLS-Vereinigung angehören, die aber leider weit voneinander entfernt wohnen. Unsere Region reicht von Lübeck über den östlichen Teil von Hamburg bis nach Winsen an der Luhe, umfasst einen kleinen Teil von Brandenburg und das große Gebiet von Mecklenburg/Vorpommern.
Einmal im Jahr treffen wir uns in Schwerin. Dort tauschen wir unsere Erfahrungen aus, die wir im Umgang mit dem RLS gemacht haben, lassen uns von Frau Dr. Beneš, unserer RLS-Spezialistin aus dem Schweriner Schlaflabor, beraten und hören interessante Vorträge, die uns eine bessere Lebensgestaltung ermöglichen.
Einige Mitglieder sind gesundheitlich nicht mehr in der Lage, eine Reise nach Schwerin zu unseren Treffen zu unternehmen.
Wer eine Auskunft, einen Rat oder Hilfe benötigt, kann mich aber auch jederzeit anrufen oder mir schreiben. Viele Mitglieder nutzen diese Gelegenheit.

Aber auch Interessenten können sich an mich wenden, wenn sie Hilfe für sich oder andere RLS-Betroffene benötigen. Sie erhalten von mir Erstinformationen über diese Krankheit und über unsere Vereinigung.
Ein Unkostenbeitrag von 4 € in Form von Briefmarken ist dafür zu entrichten.

Unser diesjähriges Mitgliedertreffen findet am 30. April 2004 den HELIOS-Kliniken (früher Schwerinerin Nervenklinik) in der Wismarschen Straße von 15 - 17 Uhr statt.
Der Speiseraum, auch Festsaal genannt, befindet sich im roten Verwaltungsgebäude beim Wasserturm auf dem Klinikgelände und ist vom hinteren Eingang aus zu erreichen.

Anwesende Ärzte:
Frau Dr. Beneš, Oberärztin des Schlaflabors, Klinikum Schwerin
Dr. Sieb, Chefarzt der Neurologischen Klinik Stralsund

Frau Dr. Beneš, Oberärztin des Schlaflabors der Neurologischen Klinik Schwerin, wird Sie kurz über die laufenden und geplanten Medikamentenstudien informieren.

Wer an dieser Veranstaltung teilnehmen möchte, teile mir das bitte bis zum 10. April mit, auch ob ein Begleiter dabei sein wird.
Das gilt auch für Nichtmitglieder. Wir freuen uns über jeden RLS-Betroffenen, der den Schritt nach vorne wagt, um seinem Leiden entgegen zu treten. Wir nehmen ihn gern auf in unsere Mitte. Wir haben alle selbst erfahren, wie gut es tut, auf verständnisvolle Menschen zu treffen. Eines ist gewiss, Sie werden sich angenommen fühlen.

Ich freue mich auf den persönlichen Kontakt mit Ihnen!

Ute Gellien
Beirätin der Deutschen RLS-Vereinigung

Eine der anwesenden Referentinnen wird Frau Dr. Beneš, Oberärztin aus dem Schlaflabor des Klinikum Schwerin, sein.

3 Medikamente helfen bei RLS - werden von den ges. Kassen oft nicht bezahlt
Es geht um "Cabaseril" - "Parkotil" und "Sifrol"

Die Restless-Legs-Vereinigung Deutschland hift.

Unter Fachmedizinern ist es inzwischen bekannt, dass die drei Medikamente gute Erfolge auch bei RLS haben, bei den Kassen bisher aber nicht für diese Indikation zugelassen sind. Patienten scheitern regelmäßig bei den ges. Krankenkassen, die sich weigern, die Kosten zu übernehmen. Lesen Sie den Auszug aus einem Artikel des "Schlafmagazin 1/2004":

"Für die Therapie des RLS ist nur das Restex Standard und Retard als
Medikament zugelassen. Es zeigte sich, dass bei über 90 % der behandelten
RLS-Patienten eine prompte und umfassende Wirkung sowohl auf die
RLS-Symptome als auch auf die Schlafqualtät zu erzielen war.

Allerdings kommt es nicht selten im Verlauf der Behandlung unter L-Dopa (Levodopa ist der Wirkstoff in Restex ) zu einer Zunahme der Symptomatik, einer Vorverlagerung der Beschwerden in den Tag sowie einer Ausdehnung auf andere Körperteile, besonders die Arme. Diese sogenannte "Augmentation" zwingt Arzt und Patienten zu immer höheren Dosierungen und schließlich zum Umstellen auf lang wirksame Dopaminagonisten. In zahlreichen kontrollierten Studien wurden bisher verschiedene Dopaminagonisten auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit beim RLS untersucht."

Den vollständigen Text des Artikels können Sie direkt beim Schlafmagazin als PDF-Datei herunterladen.

Da diese hilfreichen Dopopaminagonisten für die Therapie des RLS noch nicht zuglassen sind (nur als Parkinsonmedikament zugelassen sind), weigern sich einige Krankenkassen, die Kosten zu übernehmen. So muss der Patient die hohen Kosten selbst tragen. Das ist für finanziell schlecht gestellte RLS-Patienten unzumutbar.
Unser Verein bietet für diese Patienten eine Hilfe an. Für den Antrag auf Kostenübernahme der KK für die Medikamente Cabaseril, Parkotil und Sifrol werden Unterlagen zur Verfügung gestellt, die Mitglieder der RLS-Vereinigung und auch Nichtmitglieder in der Münchener Zentrale anfordern können

Betroffene Patienten sollten dieses Angebot unbedingt nutzen, da die Fakten, die hier zusammen getragen wurden, überzeugender sind, als ein einfacher Antrag. Mit einer Ablehnung von Seiten der KK sollte man aber trotzdem rechnen. Dann kämpfen Sie weiter!


Fordern Sie den vorbereiteten Antrag in München an, hier
PDF-Datei herunterladen.

Text: Ute Gellien


Negative Erfahrungen:   Ärtze werden zur Kasse gebeten

Kürzlich sah ich eine Fernsehsendung, die ich leider nicht mitgeschnitten habe. Es ging dabei um MS und um eine jungen Frau, die mittels eines Medikaments, das nicht für MS zugelassen war, in der Lage war, wieder ihren Beruf auszuüben. Die Übernahme der Kosten wurde ihr aber verweigert.

Bei uns RLS-Betroffenen ist auch ein Problem aufgetaucht. Ärzte sind für die Ausgaben von Medikamenten, die nicht speziell für das RLS zugelassen sind, zur Kasse gebeten worden.
Es gibt ja für uns nur ein zugelassenes Medikament, das Restex. Aber dieses Medikament hilft nur bei leichten Fällen und auch nur für eine bestimmte
Zeit. Die meisten RLS-Patienten sind auch auf Parkinsonagonisten angewiesen, um ihre Beschwerden zu lindern.

Es werden immer mehr Fälle bekannt, wo Ärzte diese Medikamente auf Privatrezept verschreiben, so dass der Patient den vollen Preis zahlen muss. Man kann ja auch wirklich nicht von den Ärzten verlangen, die Kosten zu übernehmen. Nun sind aber die Krankenkassen in der Leistungspflicht, nicht die Ärzte. Wir sind die "Kunden" der Kranken- kassen. Also müssen wir uns darum kümmern.

Wir müssen einen Antrag an die jeweilige Kasse stellen, indem wir an ihre Leistungspflicht appellieren und möglichst begründen, warum wir ohne dieses Medikament (oder jetzt Wirkstoff) nicht auskommen.
Die Krankenkasse kann dann bei gutem Willen dem Arzt genehmigen, dass in diesem
speziellen Fall der Arzt diesen Wirkstoff verschreiben darf.

Bitte lesen Sie auch die ergänzende Meldung unten.

Ute Gellien, März 2002

Aktuelles Urteil: Ges. Krankenkassen müssen für nicht zugelassene Medikamente zahlen.

Bei schweren Krankheiten müssen die gesetzlichen Krankenkassen künftig in Ausnahmefällen auch Medikamente bezahlen, die Heilung versprechen, aber zur Behandlung nicht zugelassenen sind. Dies hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel am 19. 3. 02 in einem Grundsatzurteil entschieden.

Voraussetzung sei, dass es zur Behandlung keine andere Therapie gebe und das entsprechende Medikament Aussicht auf Erfolg verspreche. Wenn die Wirksamkeit eines Medikaments erwiesen sei, dürfe es den Versicherten nicht vorenthalten werden, urteile das BSG , Az.: B 1 KR 37/00 R.

In seiner Begründung rügte BSG-Präsident Matthias von Wulffen die fehlende Bereitschaft der Pharmaindustrie, sich um zusätzliche Zulassung ihrer Medikamente zu bemühen. Offenbar gebe es keinen wirtschaftlichen Anreiz, ein eingeführtes Medikament auch zur Behandlung einer weiteren Krankheit zuzulassen.

Im medizinischen Alltag entstehe somit der Zwang zum zulassungsüberschreitenden Einsatz von Arzneien. Dieser Problematik werde auch das Arzneimittelgesetz nicht gerecht. Daher habe sich das BSG für eine Erstattung unter strengen Auflagen entschieden. (dpa)

eingesandt von Ute Gellien


Als Krankheit oft verkannt

"UNRUHIGE BEINE": Gemeinsamkeit kann Leiden lindern ?

Grabow. Das soll eine Krankheit sein? Und dazu noch eine eigenständige? - Es kann doch nicht so schwer sein, die Beine stillzuhalten! - Du übertreibst sicher! - Entspanne dich mal richtig! - Leg dich hin, denke an etwas Schönes, versuche abzuschalten! Du wirst sehen, die Beine werden sich auch wieder beruhigen. - Ich glaube, du bildest dir das nur ein. Je mehr du daran denkst, um so schlimmer wird es.

Diese Ratschläge sind fehl am Platze.
Immer, wenn man sich ausruhen will, fangen die Missempfindungen in den Beinen an. Wenn man sich bewegt, verschwinden sie, um in Ruhe wieder zu beginnen.
Wer kann sich aber immer nur bewegen? Irgendwann möchte man auch mal schlafen!
Niemand, der nicht selbst von dieser Krankheit betroffen ist, kann sich vorstellen, welche psychischen und physischen Qualen ein RLS-Betroffener durchmacht.

"Restless-Legs-Syndrom" heißt diese Krankheit. Die Ursache kennt man nicht.
Das RLS ist nicht heilbar, aber auch nicht lebensbedrohend.
Man kann schlecht über die Beschwerden sprechen. Es sind ja oft nicht einmal Schmerzen, sondern es ist eine gewisse Unruhe und sind Missempfindungen in den Beinen, die man schlecht mit Worten erklären kann.


Am schlimmsten ist es in der Nacht. Dass Schlafstörungen und unruhige Beine zusammengehören, ahnt der
Betroffene zunächst nicht. Erhält er keine Hilfe, so stellen sich mit der Zeit auch psychische Störungen, z. B. Depressionen ein, die in manchen Fällen auch zum Suizidversuch führen.
Auch wenn es jetzt ein zugelassenes Medikament für das RLS gibt, reicht dieses nicht aus. Es werden auch weiterhin Parkinsonmedikamente in kleinen Dosierungen, Opiate u.a. verabreicht. Da die Beschwerden so vielseitig und verschieden in ihrer Stärke sind, benötigt man nach wie vor unterschiedliche Therapien

Wenn Sie, liebe Leser, von dieser Krankheit betroffen sind, erhalten Sie Rat und Hilfe von der Deutschen RLS-Vereinigung. Wir arbeiten mit RLS-erfahrenen Ärzten zusammen.

Seit 1995 bemühen wir uns u.a., diese Krankheit unter den Ärzten und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit Spendengeldern unterstützen wir die Forschung.

In unserer Region gibt es noch keine typische Selbsthilfegruppe, weil es zu wenige Mitglieder im Landkreis Ludwigslust gibt. Ich betreue in erster Linie alle Mitglieder aus Mecklenburg/Vorpommern, habe aber auch zu vielen Betroffenen aus den anderen Bundesländern sehr enge Kontakte. Das geschieht per Telefon oder brieflich. Manche RLS-Betroffene besuchen mich auch zu Hause. Einmal im Jahr findet eine Veranstaltung statt, zu der RLS-erfahrene Ärzte eingeladen werden. In vertrauensvoller und herzlicher Atmosphäre finden dort u.a. auch interessante Gespräche über neue Erfahrungen in der RLS-Therapie statt.
Nur selten ahnte jemand vorher, wie wohltuend der Kontakt der Betroffenen untereinander sein kann.
Die Gefühle der Isolation, Hilflosigkeit und Verzweiflung verschwinden und die Lebensgeister erwachen wieder.

Ute Gellien

Ute Gellien bei einer regionalen Informationsveranstaltung.

Wer Informationen per Post wünscht, lege bitte € 4,- in Briefmarken in einen Umschlag.