Besichtigung des Reichstagsgebäudes - Besuch des
Bundestages
Einer Einladung des Bundestagsabgeordneten
des Wahlkreises Schwerin-Ludwigslust folgend hatte die Selbsthilfekontaktstelle
KIBIS des DRK-Kreisverbandes Ludwigslust e.V. eine Busreise für
fast 20 Mitglieder von Selbsthilfegruppen nach Berlin organisiert.
Im Mittelpunkt der Fahrt stand ein Besuch des Bundestages, ein Vortrag
über die Geschichte des Reichstages und der Arbeit des Parlaments,
sowie ein Gespräch mit unserem Bundestagsabgeordneten Herrn Hans-Joachim
Hacker.
Auf der Grünfläche vor
dem Reichstagsgebäude versammelt sich die Reisegruppe zum Gruppenfoto.
Nach der Führung durch das Reichstagsgebäude hatte die Besucher
Gelegenheit von der Besuchertribüne des Plenarsaals einen Eindruck
von der Größe des Raums und auch von der Atmosphäre
in der Politik gemacht wird zu erspühren. Höhepunkt war dann
der Rundgang zur Kuppel hinauf.
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Blick auf das Reichstagsgebäude
Von 1995-1999 wurde der
Reichstag nach Plänen des britischen Architekten Sir Norman
Foster für 600 Millionen Mark völlig umgebaut. Er
erhielt eine dem Original nachempfundene Glaskuppel und eine
völlig neue Innenarchitektur.
Blick aus dem Besucherrestaurant
auf den Spreebogen und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
im Hintergrund.
Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
- benannt nach der ehemaligen Reichstagsabgeordneten und späteren
Alterspräsidentin des Deutschen Bundestages Marie-Elisabeth
Lüders - dient seit seiner Fertigstellung im Dezember
2003 als wissenschaftliches Dienstleistungs- und Infrastrukturzentrum
des Parlaments und beherbergt darüber hinaus eine Reihe
verschiedener Sondereinrichtungen.
Um 6.50 Uhr ab Hagenow
und danach ab Ludwigslust gings los. Der Busfahrer brachte die
Gruppe gut gelaunt gegen 11.20 Uhr direkt zum Reichstagsgebäude.
Weiter ging es zum Pau l - Löbe - Haus, in dem sich die Büros
der Abgeordneten des Deutschen Bundestages und mehrere Restau- rants
befinden.
Nach der obligatorischer Röntgen-Kontrolle
von Personen und Gepäck gab es ein leckeres Mittagessen mit Blick
auf den Spreebogen und anschließend einen unterirdischen Fußmarsch
zum Reichtstagsgebäude.
Dort erwartete die Gruppe ein
interessanter und spritzig vorgetragener Informationsvortrag des Besucher-
dienstes des Bundestages, dem die Gruppe als Gast auf die Besuchertribüne
des Bundestages folgte.
Höhepunkt der Besichtigung
war der Gang hinauf in die Kuppel des Reichstages. Von hier bot sich
ein eindrucksvoller Blick über die Stadt Berlin.
Zentrale
Halle im Paul-Löbe-Haus
Das im Juli
2001 bezogene Paul-Löbe-Haus, benannt nach dem letzten
demokratischen Reichstagspräsidenten, beherbergt 550 Büros
für Abgeordnete, 19 Sitzungssäle und rund 450 Büros
der Ausschüsse, den Besucherdienst des Bundestags und
ein Restaurant, das auch Besuchern offen steht. Ein Fußgängertunnel
verbindet das Gebäude mit dem Reichstag.
Interessant
war auch das Infor-
mationsgespräch mit "unserem" direkt
gewählten Bundestags-Abgeordneten in Berlin
Hacker berichtete
über die Schwerpunkte
seiner parlamentarischen Arbeit im Ausschuss für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Gleichzeitig ist
er auch stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für
Tourismus. Er berichtete über den Stand der Planungen
verschiedener Verkehrs- projekte, wie die Ortsumgehungen
in Hagenow und Schwerin und den weiteren Bau der A 14.
Dabei wich er kritischen
Fragen zur aktuellen politischen Problemen nicht aus
und ging fundiert auch auf regionale Vorhaben und Pläne
im Wahlkreis ein.
Zu einem seiner Anliegen gehört auch die Förderung
des Wassersports, der nicht nur Bewohnern einen hohen
Freizeitwert bieten soll. Richtig vermarktet kann es
ein touristisches Angebot werden, dass zusätzliche
Besucher in die Region zieht und Arbeitsplätze
schafft.
Kostenlos konnte man
sich von einem "Audio-Guide" über Kopfhörer
die Sehenswürdigkeiten erläutern lassen. Dieses kleine Gerät
übertrug die Textbausteine je nach dem erreichten Standpunkt
und sorgte so für einen informativen Auf- und Abstieg
beim Kuppelbesuch. Ein technische beeindruckendes
"Detail" (Foto unten) ist das im Kuppelinneren befindliche
trichterförmige Lichtumlenkelement, der Konus mit Spiegeln,
der diffuses Tageslicht in den zehn Meter tiefer gelegenen
Plenarsaal führt.
Das Licht wird über
30 Spiegelreihen mit jeweils zwölf Spiegeln umgelenkt,
so dass insgesamt 360 Einzelspiegel das Sonnenlicht reflektieren. In ihrer technischen Funktion
bringt die Kuppel zusätzliches Tageslicht in den Plenarsaal,
umgekehrt transportiert der bis ins Plenum reichende Trichter
die Abluft des Saales nach oben ins Freie. Danach wurde die Gruppe
vom Bus zum Potsdamer Platz gebracht, wo man im Sony-Center
gemütlich bei Kaffe und Kuchen all die vielen Eindrücke
noch einmal so richtig auf sich wirken lassen konnte.
Auf dem Rückweg
zum Reichstagsgebäude waren, nur wenige Meter entfernt,
auf der ehemaligen Grenzlinie zwischen Ost-und West-Berlin
als Touristenattraktion Original-Mauerelemente und Informationstafeln
aufgebaut. Diese Dokumentation auf Schautafeln
zeigte Fotos und Texte über den Mauerbau, sowie Trennung
und Wiedervereinigung. Persönliche Erinnerungen
und die unterschiedlichsten Erfahrungen an die Zeit vor dem
Mauerfall wurden wach und unter den Gruppenmitgliedern ausgetauscht.
Automatisch
ablaufende Diaschau mit 30 Bildern, die am Ende wieder neu
startet.
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Dieses Panoramafoto
wurde aus
4 Einzelaufnahmen zusammengesetzt.
Die Reise war nicht
nur eine informative Veranstaltung, sondern gleichzeitig ein
Dankeschön an Mitglieder von Selbsthilfegruppen, die mit
unermüdlichem Einsatz die Arbeit der über 70 Selbsthilfegruppen
im Landkreis teilweise schon seit vielen Jahren gestaltet haben,
und die auf diese Weise eine Anerkennung ihres ehrenamtlichen
Engagement erfahren sollten.